Ägypten - Kultur pur den Nil entlang
Ägypten ist mit seinen Sehenswürdigkeiten die Top-Adresse aller Länder
dieser Welt. Dieses Land birgt eine Menge an Attraktionen, die
jedes Jahr hunderttausende von Reisenden anziehen. Das Erbe an archäologischen
und kulturellen Sehenswürdigkeiten, mit dem kein anderes Tourismus-Land
dieser Erde konkurrieren kann, lockt sicherlich die meisten Urlauber hierher.
Allein
30 Prozent aller Altertümer weltweit befinden sich in hier. Aber auch „Wasserratten“ und
Sonnenanbeter kommen auf ihre Kosten.
Angefangen von
Alexandria im Norden des Landes, dem größten Seehafen Ägyptens an der Küste des Mittelmeeres nordwestlich des
Nildeltas, ca. 225 km Landstraße und 221 km Wüstenstraße von
Kairo entfernt. Alexandria bietet feine Sandstrände, eine schöne mediterrane Lage mit angenehmen Temperaturen im Sommer und vielen Sehenswürdigkeiten wie der neuen
Bibliothek
von Alexandria und der gigantischen, aus rotem
Assuangranit hergestellten
Pompeius-Säule mit einer Höhe von ca. 28 Metern.
Weiter geht es mit Kairo und seinen Sehenswürdigkeiten, den vielen Moscheen
(z. B.der
Alabastermoschee), dem islamischen Stadtkern mit
vielen Bazaren (z. B. dem
Khan
El Khalili Bazar) und vor allem dem
Ägyptischen Museum (u.
a. Grabschatz des
Tutenchamun). Nur 15 km von der Hauptstadt Ägyptens
entfernt liegen die 4500 Jahre alten
Pyramiden
von Gizeh, die Grabstätten der
Pharaonen Cheops,
Chephren und
Mykerinos.
Sie gelten als das letzte der 7
Weltwunder. Der Wächter der
Pyramiden – der
Sphinx - liegt direkt am Tal-Tempel des Pharaos
Chephren und gehört zum Pyramiden-Komplex Chephren. Nicht weit entfernt findet
sich der Prototyp aller Pyramiden, die knapp 60 m hohe
Stufenpyramide
von Sakkara. Direkt davor steht der Tempel des König
Djoser,
gebaut von seinem Architekten
Imhotep.
Eine weitere, heute nicht nur die beliebteste, sondern auch die bei weitem komfortabelste Art, einen Großteil der archäologischen Highlights Ägyptens zu erleben, ist die
Nilkreuzfahrt auf einem der vielen Nil-Kreuzfahrtschiffe. Nilkreuzfahrten starten für gewöhnlich in
Luxor und enden auch dort wieder. Bei den meisten Reiseveranstaltern obligatorisch sind die Stationen
Luxor –
Esna –
Edfu -
Kom
Ombo –
Assuan.
Theben-West mit seiner Nekropole - dem
Tal
der Könige mit dem Grab
Tutenchamuns - und weitere weltberühmte Bauwerke setzen bereits zu Beginn dieser Schiffsreise einen monumentalen Paukenschlag. Zu erwähnen sind hier beispielsweise der
Hatschepsut-Tempel oder auch die
Memnon-Kolosse. Auf der östlichen Seite des Nils befindet sich Luxor und Theben-Ost mit den Tempelanlagen von
Karnak.
Im 54 km südlich von Luxor gelegenen Esna tauchen die Reisenden ein in die Zeit der
Ptolemäer, Ägyptens makedonisch-griechischer Herrscher während der Spätzeit.(ab ca. 300 v. Chr.). Die Hauptattraktion in Esna ist zweifellos der Tempel des widderköpfigen Gottes
Chnum. Nach weiteren 50 km flussaufwärts belohnt die nächste Station Edfu, obwohl ‚nur’ 2000 Jahre alt und nicht annähernd so berühmt wie Sphinx und Pyramiden ist, die Nilkreuzfahrer mit einem weiteren historischen Erlebnis, dem
Horus-Tempel mit unzähligen Reliefs und hieroglyphischen Texten. Diese gigantische, knapp 140 m lange Kultstätte ist noch fast vollständig erhalten.
Weiter stromaufwärts wurde am Ufer des Nil in
Kom Ombo der heute noch südlich des eigentlichen Ortes zu besichtigende
Doppeltempel errichtet, der der Anbetung der beiden Gottheiten
Sobek, des Krokodilgotts, und des falkenköpfigen
Haroeris diente.
Die letzte Station der Nilkreuzfahrt ist Assuan an der südlichsten Grenze Ägyptens zum
Sudan, dem altertümlichen
Nubien. Die Stadt liegt schon unter dem Einfluss der nubischen Wüste. Von hier aus bieten sich neben der Besichtigung des Assuan-Staudammes und dem aufgestauten
Nassersee diverse Ausflugsmöglichkeiten, wie Bootsfahrten zu den Inseln
Elephantine oder
Agilkia, sowie auch eine Fahrt zu den nubischen Stätten von
Abu
Simbel. Auf der bis zu 115 Meter breiten
Lord Kitchener-Insel befindet sich der Botanische Garten der Stadt Assuan – auch ein lohnendes Ausflugsziel. Auf der Insel Elephantine befindet sich eines der ältesten
Nilometer (Wasserstandsmesser für den Nil) Ägyptens, das zuletzt in der Zeit der
Römer rekonstruiert und noch bis Ende des 19. Jahrhunderts genutzt wurde. Die zum Fluss hinabführenden 90 Stufen sind mit arabischen, römischen und hieroglyphischen Zahlen markiert.
Ein herrlicher Ausflug von Assuan aus, der in keinem klassischen
Programm fehlt, führt auf die kleine Insel Agilkia mit ihren großartigen Tempelanlagen,
erbaut für die Göttin
Isis. Ursprünglich wurde die Tempelanlage
auf
Philae errichtet. Infolge des Stauwassers durch den Assuan-Staudamm
stand die Anlage die meiste Zeit unter Wasser. Im Zuge der Bergungsaktion
wurden die wichtigsten Bauten von Philae in fast 40000 zwischen 2 und 25 t
schwere Blöcke zersägt und auf Agiilkia originalgetreu wieder aufgebaut. Etwa
240 km südwestlich von Assuan liegt der kleine aber bekannte Ort Abu Simbel.
Die Tempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm
Ramses II. und der kleine
Hathor-Tempel zur Erinnerung an
Nefertari, dessen großer königlicher Gemahlin,
stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Sie erheben sich
nach einer Versetzung in den 1960er Jahren heute auf einer Insel im Nassersee,
die an der Nordwestseite durch einen befahrbaren Damm mit Abu Simbel verbunden
ist. Auch Abu Simbel wurde auf Grund der Flutung des Niltals durch den Stausee
auf höheres Gelände verlegt.
Text- und Bildmaterial Quelle: wikipedia.org
Ägypten für Abenteurer
Von der Wüste ans Wasser